Ein kurzer Impuls während der Gemeindeleitungsklausur 2015 war der Beginn dieser Aktion. Klein haben wir gedacht, einige evangelistische Abende sind mal wieder dran, so haben wir es in unsere Mitgliederrunde eingebracht. Dann hat uns Gott rechts überholt. Nach wenigen Minuten war klar, es soll größer werden und sicher nicht in unseren eigenen Räumen. Und so begann eine Reise mit Gott.

Schnell war klar, dass es in Roßtal keinen passenden Raum gibt. So entstand der Gedanke, ein Zelt für die Veranstaltungsreihe zu nutzen. Es sollte kein Projekt von uns als LKG sein, sondern von allen Christen in unserem Ort. Denn unser Wunsch war es, die Hemmschwelle für die Besucher so niedrig wie irgend möglich zu setzen. Nach vielen Recherchen kristallisierte sich für uns die Deutsche Zeltmission als Partner heraus, da sie Erfahrung mitbrachte und auch Unterstützung bei der Vorbereitung. Parallel galt es, den Termin festzulegen und mit der Kirchengemeinde abzustimmen. Es sollte noch vor den Sommerferien Zeit für einen anschließenden Glaubenskurs sein. Zeitgleich waren wir auf der Suche nach dem Hauptreferenten. Henrik Ermlich von Friends in Marburg war unser Mann.

Aber was nützt ein Zelt und gute Veranstaltungen ohne Besucher, die Gott noch nicht kennen? Wir wollten ja keine Veranstaltung machen, bei der sich nur Christen versammeln. Und so begann die innere Vorbereitung durch Predigten, in Hauskreisen und Gebet. Wir beteten und Gott arbeitete, auch an uns. So wurden Freundschaften intensiviert und es begann langsam der Mut zu wachsen, über Gott zu sprechen und Menschen einzuladen. Dies geht auch jetzt noch weiter nach den Zelttagen, das ist sehr erfreulich.Im Mai 2016 standen die Eckdaten dann alle fest. So stürzten wir uns in die Vorbereitung und initiierten die Arbeitsgruppen, die sich um einzelne Teilbereiche kümmerten. Erste Hürden galt es zu überwinden, als uns die politische Gemeinde das Freizeitgelände als Veranstaltungsplatz verweigerte. Aber nach vielen Gesprächen und noch viel mehr Gebet hatten wir unseren Zeltplatz gefunden – dachten wir. Anfang 2017 überraschte uns Gott zum ersten Mal. Denn manche Hürde hatte sich gezeigt, z.B. dass unser Zeltplatz auch für Ver- und Entsorgung einige Herausforderungen zu bieten hatte. Aber Gott hatte vorgesorgt. Ein Verantwortlicher des örtlichen Fußballvereines bot uns – völlig unerwartet und ohne von uns gefragt worden zu sein – den Sandplatz des Vereines als Zeltstandort an. Zuerst haben wir menschlich abgewogen und geistlich mit Gott gerungen. Nach unserem Ja kam dann ein Nein des Vereines, dann doch ein Ja – aber ich will es kurz machen. Gott schenkte uns einen genialen Zeltplatz, alles was wir brauchten, war da und das sogar noch kurz bevor die wichtigsten Werbematerialien in den Druck gingen.

Kurzum – nach vielen Vorbereitungen rückten die Zelttage näher und Gott hatte noch eine Überraschung parat. 14 Tage vor Beginn klingelte mein Telefon – ich hatte Henrik am Apparat. Kreuzbandriss – ziemlich sicher ein Totalausfall unseres Referenten. Die nächste große Herausforderung. Nein, wir wollten nicht irgend jemanden, sondern den passenden Referenten. Einer meldete sich von selbst! Viele Telefonate später – etliche Absagen lagen hinter mir – öffnete Gott die letzte Tür, wir hatten alle Termine besetzt. So fügte es Gott, dass mit Rainer Brose und Klaus Heid zwei sehr gute Referenten die Themen hielten. An den einen hatten wir nicht gedacht und den anderen lernten wir erst 6 Tage vorher überhaupt kennen. Wir haben gelernt: Wenn wir auf dem Weg sind, dann kümmert sich Gott und versorgt uns mit allem, was wir brauchen!Dann gingen die Tage los: PoetrySlam zu Beginn, niederschwellig und doch durch die Texte tiefgehend, ein Kidsnachmittag und für die Teens Action mit anschließendem Film. Den Start in die thematischen Einheiten bildete ein Gottesdienst, dann folgten acht Themenabende und als Abschluss wieder ein gemeinsamer Gottesdienst mit anschließendem Grillen. Unter der Woche gab es noch einen Nachmittag für Senioren und einen Familien-Mut-mach-Tag. Volles Programm also.Die Tage liegen hinter uns. Wir hatten guten Besuch, tiefgehende Themen und Gespräche und natürlich viele Begegnungen. Gott hat gewirkt in Einzelnen und auch an uns. Auch für unsere Gemeinde und für unser Miteinander waren diese Tage ein Segen.Vor uns liegt nun der Glaubenskurs, der am 20. Juni startete, und natürlich die spannende Frage: Wie entwickeln sich die Kontakte zu unseren Freunden und Bekannten weiter? Es wurden Schritte zu Gott, zu Jesus hin, gemacht. Mancher hat ein Leben mit Jesus begonnen, etliche sind einen Schritt weiter auf Gott zu oder mit Jesus gegangen.
Manches wird sich auch erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Wir sind gespannt, was Gott noch vor hat in Roßtal und bereit, uns wieder von Gott überraschen zu lassen. Wenn Sie weitere Fragen haben oder Infos brauchen, wenden Sie sich an
Thorsten Rumpf, (09127/953078, th.rumpf@lkg-rosstal.de),
oder Armin Köhler, (09127/9181, a.koehler@lkg-rosstal.de)
Weitere Eindrücke: www.zelttage-rosstal.de
Autor: Armin Köhler; Überarbeitung: Lena Haunschild und Thorsten Rumpf
Bilder: Dani FuchsVon der Redaktion bearbeitet/gekürzt