… in der Gemeindegründungsphase

Vor gut 20 Jahren wurde die Emmaus-Gemeinde durch eine Fusion zwischen der LKG Babenhausen und dem CVJM Babenhausen gegründet. Die neue, eigenständige Gemeinde sollte sich nicht auf der ‚grünen Wiese‘ ansiedeln, vielmehr wollte man sich einem Gemeindeverband anschließen. Am Ende eines Abwägungsprozesses entschieden die Gründungsverantwortlichen gemeinsam mit den Mitgliedern, die Gemeinde dem HGV anzugliedern. Von Anfang an war die Emmaus-Gemeinde geprägt von einer großen theologischen Bandbreite. Die Beziehung zur Landeskirche sollte auf eine vertragliche Basis gestellt werden. In den Verhandlungen mit der Kirche (EKHN und Ortsgemeinde) wurde jedoch deutlich, dass dies eine große Herausforderung ist. In der theologischen Bandbreite und in den intensiven Gesprächen mit der Kirchenleitung haben wir den HGV als hilfreichen Partner und Ratgeber erlebt. Hilfe und Rat in unterschiedlichen Gemeindesituationen und Fragestellungen nehmen wir seit der Gemeindegründung immer wieder sehr gerne in Anspruch. Häufig findet das im Rahmen der regelmäßigen Besuche der für uns zuständigen Verbandsinspektoren statt.
Schon in den ersten Jahren nach der Gemeindegründung wurde deutlich, dass die vorhandenen Gemeinderäume auf Dauer zu klein sind. Nach einem längeren Prozess konnte die Gemeinde in den Jahren 2004 bis 2007 ein geeignetes Objekt erwerben und aufwendig umbauen. Das Gelingen dieses Bauprojekts wurde von Anfang bis Ende durch den HGV unterstützt. Zum einen durch guten Rat und Ermutigung, zum anderen durch kompetentes Mitwirken und Unterstützen der Gesamtfinanzierung. In Rückschau und Gegenwart haben wir hohe Sicherheit erlangt, dass die Entscheidung, die Emmaus-Gemeinde unter dem Dach des HGV zu verankern, richtig war. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass die strukturelle Anbindung an den HGV und dessen Aufgaben nicht durchgängig bei allen Mitgliedern transparent ist. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die relativ große Entfernung zwischen Babenhausen und Gunzenhausen, die einen (noch) intensiveren Austausch und Begegnungen mit allen Mitgliedern auf Verbandsebene bzw. bei Verbandsveranstaltungen erschwert. Jürgen Schneider