– Abschiedsgottesdienst für Klaus Brandt –

Der Schweiß steht ihm auf der Stirn, der Atem keucht, der Mund ist trocken, seit drei Stunden freut er sich auf eine Pause. Obwohl, es gab auch immer wieder tolle Abschnitte entlang der Strecke, immer wieder Menschen, die ihn anfeuern, wieder neu motivierten. Gute 40 km liegen schon hinter ihm! Bald ist es geschafft! Die Ziellinie des Marathonlaufs ist erreicht. Er ist ausgepowert aber glücklich!

Unser Prediger Klaus Brandt kennt diese Gefühle, er ist die Marathonstrecke schon oft gelaufen! Doch nun nähert er sich der Ziellinie eines viel größeren Laufs – dem Ruhestand. Sie liegt schon in greifbarer Nähe, nur noch wenige Schritte – geschafft! – er ist ausgepowert aber glücklich! Er denkt zurück an den 09.07.1978 als er mit seiner Aussendung vom Brüderhaus Tabor den Startschuss für seinen beruflichen Langstreckenlauf erhielt! Nach langem und intensiven Training endlich mit Vollgas loslegen! Als erstes für fast zwei Jahre in Berlin, ab 1980 dann als Bundeswart des Bayerischen EC-Landesverbandes wieder zurück in seine Heimat Schwabach, um dem vorzustehen. Nach zehn Jahren als Inspektor des Berliner Gemeinschaftsverbandes wieder zurück nach Berlin! Und dann als letztes: Prediger in der LKG am Dürer und bis zuletzt aus ganzem Herzen! Im Mai durften wir nun mit Wegbegleitern und Freunden wie Matthias Frey, Günter Guthmann, Schwester Hella Martin und vielen anderen mehr, als Gemeinde an der Ziellinie stehen und ihm und seiner Frau Dorothea von ganzem Herzen danke sagen. Knut Rossbach schaute auf die gemeinsame Wegstrecke mit Klaus Brandt als Läufer (Bruder und Freund), aber auch als Trainer (Prediger und Seelsorger) zurück und bedankte sich im Namen der Gemeinde für alle gemeinsam erreichten Erfolge und durchgestandenen Täler. Andreas Schröter schloss sich im Namen des Buchcafés an und betonte den Einsatz und das Herz von Klaus Brandt für den diakonischen Auftrag und die Nöte von Menschen, die das Leben oft schon abgehängt hatte.
Von Andrea Schmitz wurde mit einer Umdichtung des Liedes „Von den blauen Bergen kommen wir“ noch ein fetziger, musikalischer Rückblick mit Augenzwinkern und Dankbarkeit vorgetragen, in den die Gemeinde im Refrain jedes Mal mit einstimmen konnte. Das „Spalier an der Ziellinie“ wurde abgeschlossen von den Nachwuchssportlern unserer Gemeinde, den Kindern: ein Gedicht mit Dank und guten Wünschen. Das Lied „Einfach Spitze, dass Du da warst“ rockte die Gemeinde! Zuletzt wurde Klaus von Günter Guthmann vom Dienst entbunden und er durfte sich mit seiner Frau unter den Segen und damit unter den Schirm des Höchsten stellen. In der anschließenden Predigt nahm Günter Guthmann unter dem Thema „Lauf um Dein Leben!“ die Stelle aus 1.Korinther 9, 24-27 auf und richtete im Rückblick auf Klaus Dienstleben, aber auch im Ausblick auf den wichtigsten Wettkampf unseres Lebens, den Fokus nochmal ganz neu auf die wirklich entscheidenden Dinge des Lebens aus: bei Jesus zu bleiben. Zum Ende des Gottesdienstes überreichte der Vorstand im Namen der Gemeinde ein Anstellzelt für ihr Auto, sodass sie bei Ihren vielen zukünftigen Reisen in Schweden jederzeit auch Halt machen und den Moment genießen können.